Betrieb Heljen-Willms in Nesse ...

4/2/2018

Einen Post wie "Die Sauen geben alles ..." kann es bei Anke Heljen- Willms zusammen mit einem Smiley schon mal auf Facebook geben. So wie zum Jahresende 2017 als sie gerade im Abferkelstall bei einem wahrhaft überdurchschnittlichen Wurf die Erstversorgung erledigt hatte. Nicht allein, dass es 24 lebend geborene Ferkel waren, sondern dass diese auch allesamt super vital und gesund auf die Welt kamen, war schon beeindruckend.

Ihr Betrieb liegt in der Ortschaft Nesse und gehört zur Gemeinde Dornum im nördlichen Landkreis Aurich ganz nah zur Küste Ostfrieslands. Zum Strand in Neßmersiehl sind es gerade einmal fünf Kilometer.

Die junge und engagierte Betriebsleiterin ist die zweite Generation, die hier Schweine züchtet. Ihr Vater Hans-Georg hatte vor fast 30 Jahren mit dem Bau eines Stalls für 240 Sauen den ersten Schritt in die Sauenhaltung gemacht. Seitdem wurde der Bestand konsequent ausgebaut. Nachdem es nach der Aufstockung 2001/2002 bereits ca. 650 Sauen waren, stehen heute rund 950 PIC-Sauen im Stall und produzieren Ferkel. Für diese wurde 2009 ein Ferkelaufzuchtstall mit insgesamt 4.500 Plätzen errichtet.

Doch nicht nur der Betriebszweig Ferkelproduktion wurde kontinuierlich weiterentwickelt, sondern auch zusätzliche Standbeine gefunden, so dass man heute mit der Ferkelproduktion, dem Ackerbau und der Energiegewinnung aus Windkraft, Photovoltaik und Biogas vielseitig aufgestellt ist. Anfang 2017 beschloss Anke Heljen-Willms für sie absolutes Neuland zu betreten, denn aus arbeitswirtschaftlichen Gründen traf sie die Entscheidung von der Eigenremontierung auf Jungsauenzukauf umzustellen.

"Ich kann mich nicht erinnern, dass Jungsauen bei uns angeliefert wurden", stellte Anke Heljen-Willms im Sommer 2017 im Gespräch mit Johann Meyenburg, PIC-Jungsauenvertrieb, fest. Die beiden hatten sich zusammengesetzt, um den Jungsauenzukauf zu planen. Inzwischen sind in drei Lieferungen 180 hochgesunde PIC-Jungsauen in verschiedenen Altersgruppen eingestallt. Die ältesten sind hochtragend, die jüngsten noch in der Quarantäne.

Drei fest angestellte Mitarbeiter kümmern sich um die Tiere. Dabei legt Anke Heljen-Willms großen Wert auf gute Teamarbeit, denn jeder Bereich ist wichtig für eine erfolgreiche Ferkelproduktion.

Da im Wochenrhythmus gearbeitet wird, können auch wöchentlich Mastferkel verkauft werden. Dabei vertraut Anke Heljen-Willms, wie auch schon ihr Vater, seit Anfang an auf die Zusammenarbeit mit der Vion Zucht- und Nutzvieh GmbH, oder früher NFZ. Hier hat sie mit Gerd Bengen einen Ansprechpartner, der bereits seit 36 Jahren in der Vermarktung arbeitet.
"Natürlich gab es in all diesen Jahren der Zusammenarbeit viele Höhen und Tiefen, die aber immer im ruhigen Dialog und gemeinsam gelöst werden konnten", so Anke Heljen-Willms und Gerd Bengen.
"Meine Erwartung an ein Unternehmen, egal, ob PIC oder Vion Zucht- und Nutzvieh, ist insbesondere diese persönliche Zusammenarbeit vor Ort", fügt Anke Heljen-Willms hinzu.

Die Mastferkel, die Gerd Bengen für den Betrieb Heljen-Willms vermarktet und an feste Mäster vermittelt, sind zu 100 % PIC-Genetik, denn als Endstufeneber wird der PIC®408 eingesetzt. Das Sperma bezieht sie von der GFS - Genossenschaft zur Förderung der Schweinehaltung eG. Seit vergangenem Jahr engagiert sich Anke Heljen Willms auch im Aufsichtsrat der GFS.

Einer der festen Mäster, die regelmäßig Ferkel aus Nesse beziehen, ist Albert Thoben-Göken in Garrel.
Über 100.000 PIC-Mastferkel hat er auf diesem Weg schon bekommen. >>> Weiterlesen <<<

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