08.12.2015: Genus, PIC's Konzernmutter, kündigt die Entwicklung der ersten gegen das PRRS-Virus resistenten Schweinerasse an

12/8/2015

Genus (LSE: GNS), ein weltweiter Vorreiter im Bereich Tiergenetik, kündigt die Entwicklung der ersten gegen das Virus des porcinen respiratorischen und reproduktiven Syndroms (PRRS-Virus) resistenten Schweinerasse an, die durch die langjährige Zusammenarbeit mit der Universität Missouri möglich war. 
Die Zucht von PRRSV-resistenten Schweinen stellt einen wichtigen Durchbruch im Kampf gegen diese verheerende Schweinekrankheit dar, und die Begeisterung bei Genus über das Fortschreiten der Entwicklung dieser Technologie unter der weltweit exklusiven Lizenz der Universität Missouri ist groß.


Bei dem PRRS-Virus handelt es sich um die signifikanteste und folgenschwerste Schweinekrankheit, mit der viele Landwirte zu kämpfen haben und die zu Unfruchtbarkeit, verringertem Wachstum und vorzeitigem Tod der Tiere führt. Obwohl das PRRS-Virus die Schweineindustrie schon seit 25 Jahren auf die Probe stellt, gibt es zurzeit keine Heilung dafür. Die Technologie hat das Potenzial, die Auswirkungen der Krankheit auf die Tiere zu eliminieren, das Wohlbefinden der Schweine zu verbessern und die Produktivität der Schweinezuchtbetriebe zu steigern, was im Endeffekt dabei helfen wird, den weltweiten Bedarf an Schweinefleischprodukten zu decken.

Durch eine präzise Bearbeitung von Genen ist es der Universität Missouri gelungen, Schweine zu züchten, die ein bestimmtes von dem Virus zur Verbreitung in den Tieren benötigtes Eiweiß nicht produzieren. Die Ergebnisse der frühen Studien der Universität zeigen, dass diese PRRS-Virus-resistenten Schweine nicht erkranken und normal weiterwachsen, wenn sie mit dem Virus in Berührung kommen. Genus wird diese Technologie weiterentwickeln. Wir gehen davon aus, dass es etwa fünf Jahre dauern wird, bis die PRRS-resistenten Schweine für Landwirte erhältlich sind. Genus beabsichtigt, die Technologie über PIC, seinen auf die Schweinezucht spezialisierten Geschäftszweig, zu vermarkten.
Die Forschungsergebnisse der Universität wurden am 7. Dezember in der unabhängig referierten (Peer Review) wissenschaftlichen Zeitschrift Nature Biotechnology veröffentlicht.

Dr. Jonathan Lightner, Wissenschaftlicher Leiter und Abteilungsleiter Forschung und Entwicklung bei Genus, sprach über diesen Durchbruch:
"Das Erreichen der genetischen Resistenz gegen das PRRS-Virus durch eine Bearbeitung der Gene hat das Potenzial, die Schweineindustrie von Grund auf zu verändern. Bei der Entwicklung und Vermarktung dieser Technologie müssen wir uns noch einigen kritischen Herausforderungen stellen, die Ergebnisse sind jedoch vielversprechend und Genus wird alles dafür tun, dieses Potenzial auszuschöpfen. Genus engagiert sich für die verantwortungsvolle Erforschung neuartiger Innovationen, die dem Wohl von Tieren, Landwirten und letztendlich Verbrauchern zugutekommen."

MU Research TeamDr Randall Prather, angesehener Professor für Tierwissenschaften an der Universität Missouri, sagt:
"Wir freuen uns sehr, die Gelegenheit gehabt zu haben, mit Genus zu arbeiten und einen bedeutenden Durchbruch im Kampf gegen diese verheerende Krankheit erreicht zu haben, an der so viele Tiere weltweit leiden."

Mehr Informationen auch auf der Seite der Universität von Missouri:
zur Webseite der MU
Ein Video u.a. mit einem Interview mit dem zuständigen Professor Randall Prather finden Sie hier:
zum Video

Kontakt für weitere Medienanfragen:
 
Für Genus
Charles Ryland / Victoria Watkins (bei Buchanan): +44 207 466 5000
E-Mail: charlesr@buchanan.uk.com / victoriaw@buchanan.uk.com
 
Für PIC
Amy te Plate-Church (bei CMA): +1 816 556 3172
E-Mail: amytc@CMABuildsTrust.com 
 
Für die Universität Missouri
Christian Basi: +1 573 882 -4430
E-Mail: BasiC@missouri.edu

 
Über Genus plc und Pig Improvement Company (PIC)
Mit Hauptsitz in Basingstoke, im Vereinigten Königreich, ist Genus ein weltweit führender Vorreiter im Bereich Tiergenetik. Das Unternehmen hilft dabei, die Nahrung für die Welt zu sichern, indem es neue Technologien, von denen seine Kunden, die Gesundheit des Tierbestands und letztendlich die Verbraucher profitieren, verantwortungsvoll erforscht.
PIC ist ein Tochterunternehmen von Genus und ein weltweit führendes Unternehmen für genetisch hochwertige Zuchtschweine, das darüber hinaus technische Unterstützung bietet, damit Schweinezuchtbetriebe das genetische Potenzial maximieren können. PIC liefert seit über 50 Jahren genetische Verbesserung.
Die Tiere von Genus-Kunden erzeugen Nachkommen mit einer besseren Produktionseffizienz und Qualität, die verwendet werden, um die Tierproteinlieferkette zu bedienen. Genus ist ein bevorzugter Partner auf den Milch-, Rindfleisch- und Schweinefleischmärkten, und zwar über PIC für Schweinefleischkunden und über ABS für Milch- und Rindfleischkunden.
Genus-Unternehmen sind in über 25 Ländern auf sechs Kontinenten tätig und seine Forschungslabors befinden sich in Madison, Wisconsin, USA. Weitere Informationen finden Sie auf www.genusplc.com.
 
Über das Virus des porcinen respiratorischen und reproduktiven Syndroms
Bei dem PRRS-Virus handelt es sich um eine verheerende Krankheit, die bei Schweinen zu chronischen Infektionen führen sowie Unfruchtbarkeit, verringertes Wachstum und vorzeitigen Tod verursachen kann. Zurzeit ist die Krankheit nicht heilbar, wodurch Millionen von Schweinen und Ferkeln jedes Jahr daran leiden oder sterben. Die derzeit verfügbare Behandlung ist kostspielig und ihre Wirkung ist begrenzt.
Das PRRS-Virus wird als die Viruskrankheit mit den größten wirtschaftlichen Schäden für Schweinezuchtbetriebe in Asien, Europa und Nordamerika betrachtet. Finanzielle Verluste sind hauptsächlich auf erhöhte Sterberaten, eine beeinträchtigte Fortpflanzungsfähigkeit und eine zunehmende Verwendung von Impfungen und Medikamenten zurückzuführen.
Folgeerkrankungen nach einem PRRS-Virus-Ausbruch in einem Zuchtbetrieb können die Produktivität senken und zusätzliche Kosten verursachen. Nach einer Einschleppung des PRRS-Virus sind Diagnoseuntersuchungen und Herdenüberwachungen erforderlich, um umfassende Kontrollstrategien zu entwickeln, die kostspielig sind und deren Wirkung begrenzt ist.
Im Jahr 2006 wurden die Schweinebestände in ganz China durch eine schwerwiegendere Form des PRRS-Virus drastisch verringert. Dem chinesischen Zentrum für Tierseuchenbekämpfung zufolge waren im Sommer des Jahres 2006 über zwei Millionen Schweine von einer neuen schwerwiegenden Form des PRRS-Virus betroffen. 
In einer durch die Iowa State Universityi durchgeführten Studie wurden die mit dem PRRS-Virus zusammenhängenden Kosten für die amerikanische Schweineindustrie auf 664 Millionen $ pro Jahr geschätzt, während die Kosten in Europaii auf 1,5 Milliarden EUR geschätzt werden.
 
Über die Technologie zur Bearbeitung von Genen
Durch die Bearbeitung von Genen können präzise Änderungen am Genom des Tiers vorgenommen werden, ohne genetisches Material aus einem fremden Organismus einzuführen. Im Fall der gegen das PRRS-Virus resistenten Schweine wurden kleine Änderungen vorgenommen, um in diesen Schweinen ein einziges Gen zu inaktivieren. Dieses Gen ist für die Produktion des als CD163 bekannten Eiweißes verantwortlich, welches das PRRS-Virus benötigt, damit eine Infektion möglich ist.
Bei der Technologie zur Bearbeitung von Genen, die zur Entwicklung des Schutzes gegen das PRRS-Virus eingesetzt wurde, werden keine Gene von einer Gattung in die andere transplantiert.


i Dr. Derald Holtkamp ISU 2011
ii European PRRSpective-Präsentation Juni 2015

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